Interviews
Interview: Achim Wiegand u. Max Dax · Fotos: Christoph Voy · Erschienen in alert #9


 

Peter Knoch

»In den Fussboden hatte ich mich regelrecht hineingesteigert.«

Drei Gläser auf den Tisch, einen Aschenbecher, die Flasche Rotwein entkorkt: Peter Knoch, 42, macht es uns gemütlich in seiner Küche. Deren Wände sind dicht bedeckt mit Zeichnungen, Fotos und sonstigen Erinnerungsstücken. Aufmerksam geworden auf den Künstler, Grafik-Designer und einstigen Off-Theater-Bühnenbildner waren wir zufällig, als der Berliner Fotograf Christoph Voy eines Tages in der Alert-Redaktion seine Mappe präsentierte. Was sind das für Puppen? Was sind das für Zimmer? Was, in Gottes Namen, ist das für ein Hotel?

Es ist das Hotel Garni - ein Puppenhaus von raumsprengenden Dimensionen, das Knoch in monatelanger Kleinarbeit in seiner Freizeit gebaut hatte. Vielleicht fasziniert das Hotel Garni mit seinen Bewohnern und Geschichten gerade deshalb, weil Knoch sich außerhalb des Kunstbetriebes bewegt und einfach aus dem kollektiven Gedächtnis schöpft, wenn er in seinem Hotel Szenen aus dem Film Noir, aus Romanen und Künstlerbiographien zitiert oder nachstellt. Dass das zeiten- und namenlose Hotel eigentlich doch eine Kunstinstallation ist, aber eben eine andere als üblich, erklärt Knoch im Gespräch.


Lesen Sie hier das Interview aus Alert #9, geführt von Achim Wiegand und Max Dax.