
Peter Knoch
»In den Fussboden hatte ich mich regelrecht hineingesteigert.«

Drei Gläser auf den Tisch, einen Aschenbecher, die Flasche Rotwein
entkorkt: Peter Knoch, 42, macht es uns gemütlich in seiner Küche.
Deren Wände sind dicht bedeckt mit Zeichnungen, Fotos und sonstigen Erinnerungsstücken.
Aufmerksam geworden auf den Künstler, Grafik-Designer und einstigen Off-Theater-Bühnenbildner
waren wir zufällig, als der Berliner Fotograf Christoph Voy eines Tages
in der Alert-Redaktion seine Mappe präsentierte. Was sind das für
Puppen? Was sind das für Zimmer? Was, in Gottes Namen, ist das für
ein Hotel?
Es ist das Hotel Garni - ein Puppenhaus von raumsprengenden Dimensionen, das
Knoch in monatelanger Kleinarbeit in seiner Freizeit gebaut hatte. Vielleicht
fasziniert das Hotel Garni mit seinen Bewohnern und Geschichten gerade deshalb,
weil Knoch sich außerhalb des Kunstbetriebes bewegt und einfach aus dem
kollektiven Gedächtnis schöpft, wenn er in seinem Hotel Szenen aus
dem Film Noir, aus Romanen und Künstlerbiographien zitiert oder nachstellt.
Dass das zeiten- und namenlose Hotel eigentlich doch eine Kunstinstallation
ist, aber eben eine andere als üblich, erklärt Knoch im Gespräch.
Lesen Sie hier das Interview aus Alert #9, geführt von Achim Wiegand und Max Dax.
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